No Limit Texas Hold\'em – ohne Grenzen zum Pot
Seit auch in unserem Lande das Pokerspiel boomt, gibt es eine Variante, die sich besonderer Beliebtheit erfreut: das Texas Hold’em. Wir betrachten die No Limit Variante, denn dort kann alles gesetzt werden. Um eine Reihenfolge für den Spielverlauf zu finden, gibt es den sogenannten Dealer-Button.
Diese Person ist der inoffizielle Geber. Links davon sitzt der Small Blind, der nächste Spieler links davon ist der Big Blind. Diese beiden Spieler müssen vorab einen halben (small) oder ganzen (big) Einsatz tätigen. Dieser Einsatz vergrößert sich im Laufe der Zeit. Nach jeder Runde rutscht der Dealer-Button nach links und im Spielverlauf weiter in der Runde.
Jeder Spieler, der am Tisch sitzt (normal 6 – 10 Spieler), erhält nacheinander zwei Karten. Der erste Spieler, der eine Meinung abgeben muss, ist der links vom Big Blind sitzende. Setzt er die Höhe des Big Blinds, welches den minimalen Einsatz dieser Runde darstellt, so nennt man diesen Vorgang Call. Erhöht er die Summe, dann wird das Raise genannt.
Dieser kann beliebig hoch sein. Findet er seine Karten so stark, dass er meint gleich diese Runde zu gewinnen, so spielt er All-In und setzt alle Chips (an realen Tischen ist eine Erhöhung mit Raise oder All-In anzusagen). Findet er sein Blatt nicht spielenswert, so legt er die Karten verdeckt ab – was sich dann Fault nennt. Er scheidet somit für diese Spielrunde aus.
So geht es links herum weiter, bis zum Spieler mit dem Small Blind. Will er an dieser Runde weiter mitspielen, so muss er verdoppeln oder bei der bis dahin verlangten Summe mitgehen. Der Spieler, bei dem der Big blind liegt, kann Check sagen – denn er hat die geforderte Summe bereits eingezahlt. Oder er kann die bis dato geforderte Summe dazu einzahlen, erhöhen, natürlich auch seine Karten ablegen. Die bereits eingezahlten Chips verbleiben jedoch im Pot, welchen am Ende der Spieler mit dem höchsten Blatt erhält.
Danach werden in der Mitte drei Gemeinschaftskarten (auch Flop genannt) aufgedeckt, welche jeder Spieler am Tisch zu seinen eigenen zwei Karten hinzuziehen darf. Dann wird wieder geboten, wobei diesmal der Small-Blind-Spieler beginnt. Das letzte Wort derjenige hat, der am Dealer-Button sitzt.
Die nächste Gemeinschaftskarte (Turn) wird aufgedeckt, erneut geboten oder gecheckt (kein weiterer Einsatz aller). Als letztes kommt der sogenannte River (Gemeinschaftskarte Nummer 5) auf den Tisch. Letzte Möglichkeit für alle, nacheinander zu bieten. Dann der Showdown, hier wird das beste Blatt bestimmt und dementsprechend der Sieger, der die gesamte Summe des Pots bekommt.
In manchen Fällen gibt es mehrere Sieger und damit den Split Pot. Beim All In kann nur die Summe des Eingezahlten gewonnen werden, den Rest bekommt dann derjenige mit den zweitbesten Karten.
