Bluffen & Pokerface beim Texas Hold'em-Poker
Die beiden Begriffe Bluffen und Pokerface werden stets zu Recht mit dem Kartenspiel Poker in Verbindung gebracht, da es sich hierbei um Besonderheiten des professionellen Poker-Sports handelt. Diese zwei Begrifflichkeiten beschreiben bedeutende Elemente eines Pokerturniers und zählen damit zum absoluten Grundwissen eines jeden Pokerspielers.
Obwohl die meisten Menschen zumindest eine vage Vorstellung von einem Bluff haben, ist eine eindeutige Definition des Ausdrucks nicht immer einfach. Das aus der englischen Sprache stammende Wort Bluff umschreibt ein bestimmtes Verhalten in einem Pokerturnier. Die Verwirrung der gegnerischen Spieler ist stets das erklärte Ziel des Bluffens, denn auf diese Art und Weise soll unbedingt vermieden werden, dass ein Gegenspieler das eigene Blatt erahnt.
Im Rahmen eines Bluffs findet eine solche Verunsicherung der Mitspieler ausschließlich durch die eigene Spielweise statt und erfolgt nicht verbal. Unerfahrene Hobbyspieler ordnen aber auch die verbale Form, den sogenannten Mundbluff, dem gewöhnlichen Bluff zu, sodass ein solches Täuschungsmanöver sehr vielfältig sein kann.
In der Regel geschieht das Bluffen durch die eigene Art des Setzens, denn ein hoher Einsatz lässt ein gutes Blatt vermuten, das man auf diese Art und Weise leicht vortäuschen kann. Neben den Handlungen spielt aber auch der eigene Gesichtsausdruck eine zentrale Rolle beim Pokern.
Schließlich informiert ein freudiges Lachen die gegnerischen Spieler über ein hervorragendes Blatt. Andererseits deutet Niedergeschlagenheit auf schlechte Karten. So versuchen viele Pokerspieler in den Gesichtern ihrer Gegner zu lesen, um auf diese Art und Weise einen Vorteil zu erhalten. Aus diesem Grund bildet das Pokerface eine der wichtigsten Grundlagen im professionellen Poker-Sport.
Allgemein kann das Pokerface als emotionsloser Gesichtsausdruck beschrieben werden. Durch die gewisse Ausdruckslosigkeit eines Pokerface soll unbedingt vermieden werden, dass die gegnerischen Spieler irgendwelche Gefühlregungen wahrnehmen können, die dann Rückschlüsse auf das gegenwärtige Blatt des entsprechenden Turnier-Teilnehmers erlauben.
Somit dienen sowohl das Bluffen, als auch das Pokerface der Verwirrung der gegnerischen Spieler. So erhalten diese keine Informationen über die aktuelle Lage des jeweiligen Pokerspielers und können dies daher nicht als Vorteil nutzen. Insbesondere Anfänger im Bereich des Poker-Sports haben zumindest zu Beginn ihrer Spieler-Karriere häufig Probleme, ihre wahren Gefühle zu verbergen und bezahlen daher ein teilweise sehr hohes Lehrgeld. Denn die kleinste Emotion reicht erfahrenen Poker-Profis bereits aus, sodass diese die aktuelle Lage ihrer Gegenspieler mit Leichtigkeit erahnen.
