Pokerhände bei der Variante Texas Hold'em
Wie bei jedem anderen Pokerturnier auch, spielen die Pokerhände bei der Variante Texas Hold’em eine zentrale Rolle. Schließlich verfolgen alle Spieler ein einziges Ziel. Dieses besteht darin, am Ende des Turniers die beste Hand zu halten. Selbstverständlich gibt es ebenfalls die Möglichkeit, mit einem schwächeren Blatt zu siegen, indem man blufft und seine Gegenspieler auf diese Art und Weise zur Aufgabe bewegt. Grundsätzlich bleibt jedoch die höchste Pokerhand das Ziel eines jeden Turniers.
So kann man auch ohne eine hervorragende Hand durchaus ein Texas Hold’em-Turnier gewinnen, indem man strategisch vorgeht und seine Gegenspieler gezielt verunsichert. Insbesondere bei schlechteren Karten erweist sich das sogenannte Pokerface als unabdinglich. Schließlich darf man auch in einer solchen Situation nicht den Eindruck erwecken, man halte eine schlechte Hand. Denn dieses Wissen würde einen Vorteil für die gegnerischen Mitspieler bedeuten und sämtliche Bluffs entkräften. Aus diesem Grund sollten sich insbesondere unerfahrene Poker-Anfänger stets um einen neutralen Gesichtsausdruck bemühen.
Mit den beiden Hole Cards und den fünf Community Cards, die im Laufe eines Turniers offen ausgelegt werden, stehen den Teilnehmern einer solchen Veranstaltung insgesamt sieben Karten zur Verfügung, um die bestmögliche Hand zu bilden. Wenn es zu einem Showdown kommt, müssen auch die bisher verdeckten Hole Cards offen ausgelegt werden, sodass ein Vergleich der Pokerhände problemlos möglich ist. Hierbei geht es darum, welcher der verbliebenen Spieler fünf der sieben Karten zur höchsten Pokerhand zusammenstellen kann. Das feste Ranking der Pokerblätter dient einem solchen Vergleich als Grundlage und stellt somit die Basis für ein faires Pokerturnier dar.
Die sogenannte High Card bildet die niedrigste Kombination in der offiziellen Rangfolge der Pokerhände. In diesem Fall ist ausschließlich die höchste Karte entscheidend, da anhand der zur Verfügung stehenden Karten keine höhere Hand möglich ist. Ein Ass wäre also die beste Option für High Card.
Doch ein simples Paar kann die High Card problemlos schlagen. Wie der Name bereits vermuten lässt besteht ein Paar entweder aus zwei Karten mit dem gleichen Zahlenwert, oder aus zwei Karten, die die gleichen Bilder aufweisen. Somit schlägt selbst ein 2er-Paar die höchstmögliche High Card Ass. In einem Pokerturnier kommt es aber auch oft vor, dass ein Spieler nicht nur ein Paar, sondern zwei Paare hält. Diese stehen in der offiziellen Rangfolge natürlich über einem einfachen Paar und der High Card.
Wer nicht nur zwei Karten mit dem gleichen Wert in der Hand hält, sondern sogar drei kann sich glücklich schätzen, denn diese bilden gemeinsam einen Drilling. In der internationalen Poker-Szene wird dieses Pokerblatt häufig auch als Three of a Kind bezeichnet. Im Ranking der Pokerhände steht der Drilling selbstverständlich über der High Card und dem Paar. Ein solches Blatt ist darüber hinaus auch in der Lage, zwei Paare zu schlagen. Folglich handelt es sich bei einem Drilling um eine recht gute Pokerhand.
Die Namen der zuvor genannten Pokerhände sind praktisch selbsterklärend, sodass selbst unerfahrene Anfänger keine größeren Probleme haben dürften, diese zu erkennen. Bei einem Straight ist dies jedoch schon etwas schwieriger, denn nur die wenigsten Hobby-Spieler wissen, dass es sich hierbei um eine Straße handelt. Folglich besteht ein Straight stets aus fünf Karten in zusammenhängender Reihenfolge. Diese dürfen nicht die gleiche Farbe aufweisen, weil diese Pokerhand ansonsten keinen Straight bildet. Die Tatsache, dass der Straight in der Rangfolge der Kartenkombinationen über dem Drilling steht, macht diesen zu einem äußerst vielversprechenden Blatt.
Im Ranking der Pokerhände findet man den Flush unmittelbar über dem Straight. Hierbei ist der Wert der einzelnen Karten vollkommen irrelevant, weil ausschließlich die Farbe von Bedeutung ist. So bezeichnet man fünf Karten, die die gleiche Farbe und nicht aufeinanderfolgende Werte aufweisen, als Flush.
Obwohl ein Flush bereits gute Gewinnchancen verspricht, liegt dieser im Mittelfeld der möglichen Kartenkombinationen. So wird beispielsweise ein Blatt, das aus einem Drilling und einem Paar besteht, höher bewertet als alle vorhergehenden Pokerhände. Wer eine solche Pokerhand mithilfe der Community Cards und Hole Cards zusammenstellen kann, verfügt über ein Full House.
Trotz der hohen Erfolgsaussichten eines Full House ist selbst der kleinste Vierling problemlos dazu in der Lage, diesen zu schlagen. Falls mehrere Teilnehmer eines Turniers über einen Vierling, der ebenfalls als Four of a Kind betitelt wird, entscheidet der Wert über Sieg oder Niederlage.
Der Straight Flush steht an zweiter Stelle des offiziellen Rankings und ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine Kombination der Hände Straight und Flush. Somit stellen fünf Karten, die gemeinsam eine Straße bilden und gleichzeitig die gleiche Farbe besitzen, einen Straight Flush dar. Ein Straight Flush beinhaltet außerordentlich hohe Gewinnchancen, sodass man hierbei durchaus auch ein Risiko eingehen kann.
Ausschließlich der Royal Flush kann einen hervorragenden Straight Flush schlagen, da er an der Spitze der Rangfolge steht. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Royal Flush um einen gewöhnlichen Straight Flush, denn die Karten müssen die gleiche Farbe aufweisen und außerdem eine Straße bilden. Doch der Royal Flush stellt den höchstmöglichen Straight Flush dar und kann daher von keinem Blatt geschlagen werden. Folglich beginnt eine solche Pokerhand mit einer 10 und endet mit dem Ass.
