Wett- und Setzstruktur beim Texas Hold'em-Poker
Nur die wenigsten verbinden den Ausdruck Wetten mit dem populären Kartenspiel Poker, obwohl das Wetten ein zentraler Bestandteil eines solchen Turniers ist. Zu Beginn assoziiert man hiermit in der Regel Sportwetten, sodass zumindest auf den ersten Blick kein Zusammenhang zwischen Wetten und Poker besteht. Dem ist jedoch nicht so, da das Wetten beim Pokern von größter Bedeutung ist.
Schließlich besteht ein Pokerturnier in der Variante Texas Hold’em aus mehreren Phasen, die ebenfalls als Wettrunden bezeichnet werden. Dennoch ist der deutsche Ausdruck Wetten nicht sehr gebräuchlich, weil auch hierzulande für gewöhnlich die englischen Begriffe benutzt werden. Somit ist es nicht verwunderlich, dass das Wort Wetten selbst in der deutschen Poker-Szene nur äußerst selten verwandt wird.
Hier kommt dann der englischsprachige Begriff Betting zum Einsatz, der einer wortwörtlichen Übersetzung des deutschen Ausdrucks Wetten entspricht. Für gewöhnlich wird das Betting als Oberbegriff für die verschiedenen Möglichkeiten der Pokerspieler verstanden, sodass dieser Ausdruck zum Grundwissen eines jeden Poker-Freundes gehört.
In jeder einzelnen Wettrunde haben die Teilnehmer eines Texas Hold’em-Turniers die Wahl, ob sie aus dem Spiel aussteigen oder doch weiterhin daran teilnehmen. Bei einem eventuellen Ausstieg aus dem Pokerturnier handelt es sich um einen sogenannten Fold, der einen endgültigen Entschluss darstellt. Hat man erst einmal die Entscheidung getroffen, zu folden, kann man dies im laufenden Turnier nicht mehr rückgängig machen und schließt sich auf diese Art und Weise aus dem Spiel aus.
Selbstverständlich besteht in jeder Wettrunde ebenfalls die Möglichkeit, im aktuellen Spiel zu verbleiben und somit weiterhin um den Sieg zu kämpfen. Hierbei haben Pokerspieler in der Regel die Wahl zwischen einem Call und einem Raise. Die deutsche Entsprechung für das englische Wort Call lautet in diesem speziellen Zusammenhang mitgehen und beschreibt diesen Begriff ziemlich treffend. Denn bei einem Call setzt man einen Betrag, dessen Höhe dem vorherigen Einsatz entspricht. Folglich geht man bei einem Call mit, schließlich zahlt man den gleichen Einsatz.
Im Gegensatz dazu übernimmt man bei einem Raise für seinen Einsatz nicht die Höhe des vorherigen Betrages. Die deutsche Übersetzung des Verbs raise lautet erhöhen und trifft die Funktion eines Raise beim Poker absolut treffend. So muss der Einsatz eines Pokerspielers, der sich für einen Raise entscheidet, höher liegen als der Einsatz seines Vorgängers.
Neben dem Call, Fold und Raise eröffnen sich Pokerspielern in manchen Fällen noch zusätzliche Möglichkeiten. Hierzu zählt unter anderem der Check, der beim Pokern auch von größter Bedeutung ist. Natürlich darf auch der Bet auf keinen Fall vergessen werden, da dieser ebenfalls einen bedeutenden Bestandteil einer Wettrunde darstellt.
Insbesondere Anfänger im Bereich des Pokerns müssen sich daher bereits im Vorfeld ausführlich mit dem Ablauf eines offiziellen Pokerturniers, sowie den Besonderheiten eines Spiels in der Variante Texas Hold’em auseinandersetzen. Außerdem bildet das Wetten die Grundlage eines jeden Pokerturniers, sodass selbst unerfahrene Hobby-Spieler mit den einzelnen Wett-Formen vertraut sein müssen, um an einer offiziellen Veranstaltung teilnehmen zu können.
